4. Lernen und Leisten

„Die Grundschule ist eine gemeinsame Schule für alle Kinder. Neben vielfältigen individuellen Begabungen treffen hier Kinder mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft, verschiedener kultureller Orientierungen und religiöser Überzeugungen zusammen. Aufgabe der Schule ist es, diese Vielfalt als Chance zu begreifen und sie durch eine umfassende und differenzierte Bildungs- und Erziehungsarbeit für das gemeinsame Lernen zu nutzen.“ (Richtlinien für die Grundschule in NRW, 2008, S.12)

Diese Vielfalt verstehen wir als Herausforderung. Jeden einzelnen Schüler wollen wir durch differenzierten Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben nachhaltig fördern. Um dieses Ziel erreichen zu können, setzen wir möglichst variantenreiche Unterrichtsformen ein. Hierbei ist es unerlässlich, auch offene Unterrichtsformen (Freiarbeit, Wochenplan, Projekte) zu wählen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen bietet jedem Kind die Möglichkeit, sowohl individuell als auch gemeinsam zu lernen, sich mit anderen auszutauschen und eigene Erfahrungen im Forschen und Dokumentieren zu sammeln (z.B. während der Projektwoche ‚Experimente’).

Lernen ist ein eigenaktiver, individueller Prozess, der von außen nicht bestimmt, sondern nur angeregt werden kann. Erfolgreich gelernt werden kann nur, wenn Erfahrungen und Kenntnisse, die ein jedes Kind mit in die Schule bringt berücksichtigt werden. Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass jedes Kind 5-7 Jahre vorschulische Erfahrungen gemacht hat und dort abgeholt werden muss, wo es steht. In der von uns eingesetzten Anfangswerkstatt haben die Kinder die Chance zu erleben, dass es für jedes Kind ansprechende und zu bewältigende Arbeitsangebote in der Schule gibt. Jeder Schüler wird unmittelbar als Chef für ein Angebot eingesetzt und bekommt so direkt Verantwortung bereits in der ersten Schulwoche übertragen. Diese Verantwortung stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern vermittelt zudem erste Erfolgserlebnisse.
Leistungen stets auch anzuerkennen und sie nicht nur zu verlangen, fördert ein gutes Lernklima, welches für erfolgreiches Lernen unabdingbar ist.

Ebenso wichtig für eine positive Lernauswirkung ist ein Unterricht, der die Kinder und ihr Denken in den Mittelpunkt stellt, der neugierig macht auf Lernen und Fehler als Lernchance zulässt. Nichts wirkt demotivierender auf Kinder als die permanente Vorhaltung von Fehlern. Das heißt für uns: Es ist wichtig, Selbstbewusstsein zu stärken durch das Ermöglichen von Erfolgserlebnissen.
In Bezug auf die Anerkennung von Leistung ist demnach nicht nur das Endergebnis einer Arbeit zu berücksichtigen, sondern der gesamte Weg dorthin. Anstrengung und Lernfortschritte sind ebenso anzuerkennen.

Auf dem Stundenplan unserer SchülerInnen stehen ab dem ersten Schuljahr die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, katholische und evangelische Religion, Englisch, Sport, Kunst, Textilgestaltung und Musik. Unsere Drittklässler haben neben ihrem Sportunterricht zudem zwei Stunden pro Woche Schwimmunterricht im neuen Ossendorf Bad.